Der folgende Morgen war nervig. Das Fahrzeug ist defekt und die Stimmung im Keller. So hatte ich mir die Ferien ganz und gar nicht vorgestellt. Ich habe stark überlegt, wie ich aus der unvorteilhaften Lage das Beste rausholen könnte. Mir blieb beispielsweise die Alternative, Busse für die folgende Tour zu nutzen. Ich mag jedoch auch zuhause sehr gerne auf so etwas verzichten, deshalb habe ich in der Ortschaft nach einer Autovermietung gefragt und mir wurde auch gleich ein Vermieter in Italien empfohlen. Die Sachen, die sich mir boten, waren jedoch ziemlich unterschiedlich. Ich gebe auch in anderen Ländern keine Unsummen, um für kurze Zeit einen mikrigen VW Lupo oder Opel Corsa benutzen zu dürfen.
Nebenbei mochte ich nur ungerne auf den Komfort meines eigenen Wagens verzichten, da ich eigentlich immer gut befördert wurde. Nach reiflicher Überlegung wählte ich eine Firma, bei der ich die Qual der Wahl zwischen einem Audi A3 und einem 7er BMW hatte. Meine Entscheidung fiel auf ersteren, da dieser auf mich knapp einen luxuriöseren Eindruck machte. Auf Grund der Tatsache, dass ich trotz des Geschehenen nicht die Neugier aufgab, musste ein Notfallplan her. Die Zulassung für den Geliehenen im Rucksack, machte ich mich daran, einen neuen Weg zu suchen. Ich musste selbstverständlich Acht geben, mich nicht zu sehr zu entfernen, letzendlich sollte ich mich ja auch noch um mein kaputtes Auto sorgen. Also fuhr ich ersteinmal drauf los, in der Hoffnung irgendwo ein Hotel und ein paar Bauwerke zu finden. Ich muss doch sagen, das Ersatzauto steuerte sich super und hat mich wirklich überzeugt, möglicherweise sollte ich in ein paar Wochen auch mal über ein neues Auto nachdenken. Eigentlich hatte ich mir prophezeiht, dass mein Unfall meinen Urlaub kaputtmacht.
Durch die fantastische Mobilität, die man mir zur Verfügung gestellt hat, machte es dann aber doch wieder Freude. Neben vielen Menschen, welche ich auf meiner fortgesetzten Tour kennenlernen konnte, konnte ich viele Fotos für meine Sammlung anlegen und freue mich schon darauf, das alles meiner Familie präsentieren zu dürfen. Nachdem dann zwei weitere Tage rum waren, in denen ich mir viele wunderschöne Städte und Landschaften ansehen konnte, war es an der Zeit die Heimreise zu bewältigen. Ohne Hindernisse konnte ich den Wagen abgeben und mein eigenes Auto wieder in Empfang nehmen. Allerdings vermisse ich nun den Ersatzwagen.